Super League / Stadion: Swissporarena / Zuschauer: 10.591

 

Rückrundenauftakt in der Schweizer Raiffeisen Super League: Die interessante Tabellenkonstellation in der mit 10 Teams sehr überschaubaren ersten Schweizer Liga sorgte im Vorfeld der Partie zwischen dem FC Luzern und den Grashoppers aus Zürich für ein interessantes Topspiel. Der FCL ging mit nur einem Punkt Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer FC Basel (33 Punkte) in die Winterpause und sorgte somit für eine kleine Überraschung in der Schweiz. Da die Verfolger Young Boys Bern (31 Punkte) und GC Zürich (30 Punkte) ebenfalls im Nacken sitzen, kann es in der Rückrunde also noch durchaus spannend werden.

Die Spielstätte swissporarena, seit 2011 an selber Stelle des alten Stadions Allmend erbaut, macht von außen passend zum ansässigen Messegelände einen eher unspektakulären Eindruck. Interessant, dass die alte Heimtribüne noch hinter der jetzigen erhalten blieb und nicht ebenfalls dem Erdboden gleich gemacht wurde. Das 17.000 Plätze umfassende Stadion war heute etwa zu 2/3 gefüllt, wobei die Heim – und Gästekurve fast komplett ausgelastet waren. Die Fanszene aus dem nur knapp 50 Kilometer entfernten Zürich zeigte zu Beginn der Partie eine nette Choreo aus Folienschals in Vereinsfarben und einem „GC Zürich“ Transparent in goldener Schrift. Während jene Gäste fast über die gesamte Spielzeit einen ordentlichen Support an den Tag legten, war die Heimkurve des FCL leider nur anfangs von der gegenüberliegenden Hintertortribüne aus wahrzunehmen.

Begründet werden kann dieser eher schwache Support mit der miesen Leistung der Luzern – Elf auf dem Rasen. Mit fatalen Ballverlusten, ohne Ordnung und einem schwachen Torhüter der Gastgeber ging der GCZ bereits nach 13 Minuten durch Gashi und Lang mit 0:2 in Führung. Natürlich sorgte dieser Spielverlauf für ordentliche Feierlaune im mit knapp 800 Zuschauern gefüllten Gästesektor, sodass der GC auf den Rängen ebenfalls das Sagen hatte.

Der geschockte FCL kam auch in Folge der Partie kaum aus der eigenen Hälfte heraus, wurde ständig von den starken Zürchern zu Fehlern gezwungen. Im Laufe des Spiels erhöhten die Gäste durch Salatic auf 0:3 (74. Min), der alte zwei Tore Vorsprung wurde aber durch den Kapitän Renggli in der 77. Minute zum 1:3 Endstand wieder hergestellt.

Das innere des Stadions weiß vor allem durch die große Glasfassade der VIP Tribüne zu überzeugen. Uns blieb es heute leider verwehrt, die entsprechenden Fotos zu liefern, da in der Schweiz zur Rückrunde ein neues Abkommen in Kraft trat, welches nur noch ausgewählten Fotografen den Zutritt mit der Kamera gewährt. Beim nächsten Mal werden wir hier wieder mehr Glück haben.

Text: Marcel Bär